Die Start-up Initiative C4Value, ein Spin-off des MPI CEC, hat einen bedeutenden Erfolg erzielt. Beim renommierten CHEManager Innovation Pitch 2026 sicherte es sich den zweiten Platz in der Kategorie „Value to Industry“. Die Auszeichnung würdigt das innovative Verfahren des Projektes, das Acetoin – eine Schlüsselchemikalie für Lebensmittel, Parfüms und Kunststoffe – kostengünstig aus Bioethanol herstellt. Damit setzt C4Value auf eine klimafreundliche Alternative zu erdölbasierten Prozessen.
Grüne Chemie aus Mülheim
C4Value entwickelt ein katalytisches Verfahren, das Bioethanol in hochreines Acetoin umwandelt. Diese „Plattform-Chemikalie“ kann künftig als Basis für nachhaltige Produkte wie Butadien (für Reifen) oder 2,3-Butandiol (für Pharmazeutika oder Klebstoffe) dienen. Im Gegensatz zu konventionellen Methoden spart der Prozess CO₂ ein und nutzt nachwachsende Rohstoffe. Die Start-up Initiative wurde bereits 2025 im Rahmen der „From Lab To Market Challenge“ von Chemstars ausgezeichnet und schlägt eine Brücke von der Grundlagenforschung zur Marktreife.
Sichtbarkeit mit Signalwirkung
Bereits im November 2025 präsentierte sich C4Value in der Fachzeitschrift CHEManager, die monatlich CEOs großer Chemieunternehmen erreicht. Der Beitrag über die zukünftigen Co-Founder des Start-Ups, Frederike Sophie Heinen und Maurice Belleflamme, beide Mitglieder der Gruppe Multiphasenkatalyse am MPI CEC unter der Leitung von PD. Dr. Andreas Vorholt, stieß auf starkes Interesse und brachte erste Kooperationsanfragen. „Diese Reichweite ist für uns entscheidend“, betont Maurice Belleflamme. Die nun folgende Auszeichnung unterstreicht den industriellen Nutzen der Technologie, besonders im Wettbewerb mit 17 internationalen Start-ups.
Meilenstein für die Skalierung
Der zweite Platz in der Kategorie „Value to Industry“ (hinter elementarhy) bestätigt die Marktstrategie von C4Value: Zunächst fokussiert es sich auf Reinstoff-Acetoin als wirtschaftlichen Einstieg, bevor Derivate für Polymer- und Kautschukindustrie folgen. Die Auszeichnung, verliehen von einer Expertenjury mit Vertretern von Siemens, Brenntag und Ruhr-IP, stärkt die Position des Start-ups als Vorreiter für fossilfreie Chemie.