Girls’Day 2026 - Spannende Einblicke für junge Nachwuchsforscherinnen

Am 23. April war das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) wieder Teil des Girls’Day, einer bundesweiten Initiative, die Mädchen MINT-Berufe näherbringen möchte und sich gegen Stereotype einsetzt.

30 Schülerinnen im Alter von 12-19 Jahren aus der Region nahmen dieses Jahr am Angebot des MPI CEC teil. Ziel war es die Mädchen in ihrer Berufsorientierung zu unterstützen und ihnen spannende Einblicke in die Welt der Wissenschaft und Technik zu bieten.


Zuerst bekamen die Mädchen bei einem Experimentalvortrag einen anschaulichen Einblick in die Funktion und Wirkung chemischer Katalysatoren. Durch beeindruckende Experimente wurde veranschaulicht, wie Chemie praktische Anwendung findet und sich mit den individuellen Interessen der Mädchen verbinden lässt. 
 

Anschließend verteilten sich die Teilnehmerinnen auf fünf verschiedene Workshops, die ihnen praktische Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen rund um die Wissenschaft boten:

Workshop 1: "Kalt, kälter, am kältesten - tiefe Temperaturen im Labor" unter Leitung von Laborant Bernd Mienert, bei dem die Mädchen Experimente zu extrem niedrigen Temperaturen durchführten und den absoluten Nullpunkt erforschten.

Workshop 2: "EscapeLab" mit den Laborantinnen Annika Gurowski und Alina Jakubowski, in dem die Teilnehmerinnen durch Rätsel und praktische Aufgaben die Welt der chemischen und physikalischen Messmethoden erkundeten.

Workshop 3: "Faszination Glas", geführt von Glasbläserin Andrea Tekautschitz, in dem die Mädchen die Kunst des Glasblasens lernten und eigene Glasobjekte gestalteten.

Workshop 4: „Röntgenspektroskopie – Chemische Bindungen mit Röntgenblick durchleuchten“, unter Anleitungen von Dr. Yves Kayer und Laborant Philipp Mathey, konnten die Teilnehmerinnen eigene Proben vorbereiten, sie mit Röntgenstrahlen durchleuchten und ihre chemischen Bindungen untersuchen.

Workshop 5: "Elektronenmikroskopie - die Welt des Allerkleinsten", angeleitet von Dr. Daniela Ramermann und Laborantin Alina Benice Schöne, vermittelte Kenntnisse über Elektronenmikroskope und die Untersuchung von Proben wie Insekten und Pollen.

 

Die Workshops wurden von den Mitarbeitenden des Instituts geleitet und ließen die Teilnehmerinnen verschiedene Aspekte der Arbeit in der Wissenschaft und dessen stützende Bereiche kennenlernen. Von der Erforschung des absoluten Nullpunktes, dem Bau einer kleinen Versuchsanlage, der Gestaltung von Glasobjekten, dem Erforschen von Elektronenmikroskopie bis hin zu dem Erkunden von chemischen und physikalischen Messmethoden war alles mit dabei.

 

Am Ende des Tages war eins klar: Der Girls'Day am Institut war ein voller Erfolg. Das Interesse der Mädchen war sichtlich geweckt und ihre Begeisterung zeugte davon, dass die Arbeit mit den Wissenschaftlerinnen einen positiven Eindruck hinterlassen hat. 


Einmal mehr wurde bestätigt, wie wichtig und essenziell solche Veranstaltungen sind, um jungen Frauen den Einstieg in eine Zukunft in MINT-Berufen zu ebnen. Bereits jetzt plant das Institut, diesen wichtigen Tag zur Berufsorientierung im nächsten Jahr zu wiederholen.