Das MPI CEC ist Teil des neuen Forschungszentrums „WSS Resources“, das von der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit der Werner Siemens-Stiftung (WSS) gegründet wurde. Ziel des Zentrums ist es, neue chemische Systeme zu entwickeln, die nachhaltige Ressourcen effizienter nutzbar machen. Die Werner Siemens-Stiftung fördert das Projekt über einen Zeitraum von zehn Jahren mit insgesamt 18 Millionen Euro.
Im Mittelpunkt steht eine neuartige Ionische Flüssigkeit, der sogenannte Chlorspeicher. Diese Technologie ermöglicht eine sichere und energiesparende Nutzung von Chlor, einer der wichtigsten Grundchemikalien der Industrie, und eröffnet damit neue Wege für eine ressourcenschonende und kreislauforientierte Chemie.
Das MPI CEC bringt seine Expertise in der Elektrochemie ein. Unter der Leitung von Prof. Dr. Siegfried R. Waldvogel, Direktor am MPI CEC und Gastprofessor an der Freien Universität Berlin, erforscht das Team elektrochemische Verfahren, um Chlor aus bestehenden Verbindungen rückzugewinnen und wieder nutzbar zu machen. So können etwa chlorhaltige Altlasten wie PVC oder alte Pestizidabfälle chemisch aufbereitet werden – Stoffe, die bislang als schwer recycelbar galten, werden zu neuen Rohstoffen. Diese Prozesse tragen dazu bei, fossile Ressourcen zu ersetzen und eine defossilisierte Chemie voranzubringen.
„Mit dem elektrochemischen Recycling von chlorhaltigen Materialien zeigen wir, dass nachhaltige Chemie nicht nur möglich, sondern auch wirtschaftlich attraktiv sein kann“, betont Prof. Waldvogel. „Unsere Zusammenarbeit im Forschungszentrum ‚WSS Resources‘ verbindet Grundlagenforschung mit praktischen Lösungen für eine umweltfreundlichere Zukunft.“
Das MPI CEC freut sich, gemeinsam mit der Freien Universität Berlin und den weiteren Projektpartnern einen Beitrag zur Transformation der Chemie und zur Energiewende zu leisten.
Weitere Informationen entält die gemeinsame Pressemitteilung der Werner Siemens-Stiftung und der FU Berlin.