Der Zukunftscluster ETOS hat die kritische Begutachtung durch das BMFTR, die Fachjury und Fachgutachtern erfolgreich bestanden: Die Fortschritte der letzten drei Jahre und die bisherigen Forschungsergebnisse haben überzeugt. Damit bleibt die Elektrifizierung technischer organischer Synthesen (ETOS) ein wichtiges Zukunftsthema.
Die vom BMFTR geförderte Zukunftsclusterinitiative zielt darauf ab, einzigartige Innovationsökosysteme zu schaffen. Sie bündelt die Kompetenzen vieler akademischer und industrieller Akteure in einem regionalen Netzwerk, um das Innovationspotenzial der Region in einem Themenbereich voll auszuschöpfen und weiter zu steigern.
Unter der Sprecherschaft von Prof. Siegfried Waldvogel (Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion, Mülheim) und Co-Sprecherschaft von Prof. Ulrike Krewer (Karlsruher Institut für Technologie) vereint ETOS die einschlägigen Expertisen von Partnern entlang der deutschen Rheinachse – von Freiburg bis in das Ruhrgebiet – im Bereich der elektroorganischen Synthese von Chemikalien. In den letzten drei Jahren gelang es ETOS, 32 Akteure aus Forschung und Industrie für gemeinsame Forschungsprojekte zu gewinnen. Neben der Projektförderung von 15 Mio. EUR aus Phase 1, trug ETOS maßgeblich zur Einwerbung von über 220 Mio. EUR für Begleitforschung bei. In der ersten Phase entstanden bisher acht Patentanmeldungen, zwei Produkte/Dienstleistungen, über 21 Publikationen sowie zahlreiche neue Methoden in der Elektrosynthese.
Das BMFTR hat nun grünes Licht für die Fortsetzung dieser Erfolgsstory gegeben. Die zweite Förderphase beginnt am 01. April 2026 und wird über drei Jahre mit weiteren 12,1 Mio. EUR unterstützt. Weitere Mittel steuern unter anderem Industriepartnern bei, sodass ein Projektvolumen von mehr als 18 Mio EUR erreicht wird.
Am Donnerstag, den 5.02.2026 wurde dieser Meilenstein im MPI CEC mit Staatssekretär Matthias Hauer gefeiert, der die offizielle Erneuerungsurkunde überreichte. Gemeinsam mit unseren Direktoren Siegried R. Waldvogel und Walter Leitner dankt das gesamte Team allen anderen Partner*innen und Mitarbeiter*innen für ihre visionäre Arbeit.
Ein besonderer Dank gilt ebenfalls MdB Astrid Timmermann-Fechter, Dr. Dieter Labruier und Christopher Wolf vom Projektträger Jülich, die ebenfalls bei der Urkundenübergabe dabei waren.