Kräne am Kahlenberg

HüGaProp Container vom Campus zu thyssenkrupp

Nach 6-monatigem Ausbau wurden heute zwei Container vom Gelände des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion abgebaut und zum thyssenkrupp Areal nach Duisburg transportiert.

Die beiden Container, bei denen es sich um einen Mess- und einen Versorgungscontainer handelt, sind Bestandteile des „Hüttengas Properties“ (HüGaProp)-Projekts. Ziel des eng mit dem Verbundprojekt Carbon2Chem verzahnten Vorhabens ist es, die Hüttengase (Kokereigas, Konvertergas und Hochofengas) aus der Stahlproduktion von thyssenkrupp zu prüfen. Dabei werden nicht nur die Hauptbestandteile, sondern vor allem die Spurenkomponenten in den Gasen untersucht. Denn diese Spurenkomponenten könnten möglicherweise anschließende Prozesse, wie z.B. die (im Carbon2Chem Projekt angestrebte) Methanol-Synthese stören.

Projektleiter und CEC-Wissenschaftler Dr. Jorge Iván Salazar Gómez konzipierte die nötige Ausstattung der Container und kümmerte sich mit einem Team aus Wissenschaftlern und Technikern des MPI CEC selbst um den Innenausbau. Für die Durchführung der Gas-Messungen werden die Container nun zum thyssenkrupp Gelände nach Duisburg gebracht.

"Ich freue mich, dass der Aufbau der Container jetzt abgeschlossen ist und wir mit der Messaufgabe beginnen können. Das Team hat in den letzten sechs Monaten tolle Arbeit geleistet, denn wir haben fast den kompletten Innenausbau selbst konzipiert und vorgenommen und die Methodenentwicklung soweit optimiert, sodass wir mit den ersten Charakterisierungen anfangen können."

Dr. Salazar Gómez hat in Medellín/Kolumbien Chemie an der Universidad de Antioquia studiert. Danach promovierte er in Glasgow/Schottland an der Strathclyde University in der Fachabteilung Chemical and Process Engineering zum Thema Herstellung, Reinigung und Charakterisierung von Kohlenstoffnanoröhren zur Wasserstoffspeicherung.
Seine ersten beruflichen Erfahrungen in Deutschland sammelte er am Fraunhofer Institut UMSICHT in Oberhausen zum Thema katalytische Reinigung vom Deponiegas und Charakterisierung von Biogasen. Vor rund 1,5 Jahren wechselte er zum MPI CEC.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie in unserer Pressemitteilung.