Energieforschung am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion

Ein integrierter Forschungsansatz

Am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion steht die Grundlagenforschung zur nachhaltigen Umwandlung von Energie und chemischen Bindungen im Mittelpunkt. Drei wissenschaftliche Abteilungen arbeiten dabei eng zusammen und verfolgen einen integrierten Ansatz, der mechanistische Untersuchungen, rationales Design, kontrollierte Synthese und innovative Anwendungen miteinander verbindet. Ziel ist es, katalytische Prozesse in technologischen wie auch natürlichen Systemen grundlegend zu verstehen und daraus neue Konzepte für eine nachhaltige Energie- und Chemieversorgung abzuleiten.

Vernetzung von Kompetenzen in der Katalyse- und Elektrosyntheseforschung

Die Forschung am MPI CEC vereint Expertise in der molekularen, biologischen und materialbasierten Katalyse sowie in der Elektrosynthese. Die Abteilung ‘Anorganische Spektroskopie’ von Prof. Serena DeBeer entwickelt und nutzt fortschrittliche spektroskopische Methoden, insbesondere der Röntgenspektroskopie, um elektronische und strukturelle Eigenschaften katalytisch aktiver Zentren sowie deren dynamische Umwandlungen aufzuklären.
Die Abteilung ‘Molekulare Katalyse’, geleitet von Prof. Walter Leitner, widmet sich der Entwicklung und dem Verständnis molekularer Prinzipien, die der Aktivierung kleiner Moleküle und der Umwandlung von Rohstoffen in Energieträger, Kraftstoffe und chemische Produkte zugrunde liegen.
Die Abteilung Elektrosynthese unter der Leitung von Prof. Siegfried R. Waldvogel erforscht innovative elektrochemische Methoden zur nachhaltigen Aktivierung und Funktionalisierung von Molekülen. Dabei wird elektrischer Strom – idealerweise aus erneuerbaren Quellen – gezielt genutzt, um chemische Reaktionen effizient, selektiv und ressourcenschonend zu steuern.

Grundlagen für eine nachhaltige Energie- und Chemiezukunft

Vor dem Hintergrund der Energiewende untersucht das MPI CEC katalytische und elektrochemische Systeme zur Aktivierung kleiner Moleküle wie CO₂, H₂O, H₂, O₂ und N₂. Strom aus erneuerbaren Quellen wird direkt oder über Wasserstoff als zentraler molekularer Energieträger genutzt. Geleitet von den Prinzipien der Grünen Chemie schafft die Forschung am Institut die wissenschaftlichen Grundlagen für neue, nachhaltige Technologien und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Energie- und Chemieversorgung.

Anorganische Spektroskopie
Prof. Serena DeBeer

Molekulare Katalyse
Prof. Walter Leitner

 

Elektrosynthese
Prof. Siegfried R. Waldvogel