Die Geschichte des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion

Unsere Wurzeln - unsere Geschichte 

Seit seiner Gründung hat sich das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion zu einem international sichtbaren Zentrum für Grundlagenforschung an der Schnittstelle von Energie und Chemie entwickelt. Aufbauend auf einer starken wissenschaftlichen Tradition und hervorgegangen aus einer Abteilung des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung verfolgt das MPI CEC einen integrierten Forschungsansatz, der biologische, molekulare und materialbasierte Katalyse verbindet. Ziel ist es, ein tiefgehendes mechanistisches Verständnis katalytischer Prozesse zu erlangen und daraus neue Konzepte für nachhaltige Energieumwandlung abzuleiten.

Im Laufe der Jahre hat das Institut sein methodisches und analytisches Portfolio kontinuierlich erweitert und prägt mit innovativen Ansätzen zur Aktivierung kleiner Moleküle sowie zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen zentrale Forschungsfelder der chemischen Energiekonversion. Getragen von einer international geprägten und interdisziplinären Belegschaft sowie einem starken Netzwerk nationaler und internationaler Kooperationen entwickelt sich das MPI CEC stetig weiter und gestaltet die wissenschaftlichen Grundlagen für eine nachhaltige Energiezukunft aktiv mit.

2022 - heute

Im Dezember 2023 kommt Prof. Siegfried Waldvogel als Direktor einer neue Abteilung ans MPI CEC und baut seine Abteilung Elektrosynthese auf.

Zehn Jahre Spitzenforschung am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion. Im Mai 2022 feiert das MPI CEC sein zehnjähriges Bestehen. Im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung blickt das Institut auf die dynamische Entwicklung der letzten zehn Jahre zurück und diskutiert mit Vertreter*innen aus Forschung, Politik und Industrie über zukünftige Projekte.

Im März 2022 verabschiedet sich Prof. Robert Schlögl nach zehn Jahren am MPI CEC im Rahmen einer Institutsversammlungin den Ruhestand. Seine Nachfolge als geschäftsführender Direktor tritt Prof. Leitner an.

2017- 2021

Am 5.09.2017 fällt der Spatenstich für das erste neue Gebäude im Rahmen der Institutserweiterung. Fast gleichzeitig wird Prof. Walter Leitner neuer Direktor am MPI CEC und zum Leiter der Abteilung Molekulare Katalyse ernannt.

2017 wird Prof. Serena DeBeer zur Direktorin des MPI CEC berufen, wo sie die neue Abteilung Anorganische Spektroskopie leitet. Zuvor war sie Forschungsgruppenleiterin am Institut. Prof. Neese wechselt an das benachbarte Max-Planck-Institut für Kohleforschung.

2013-2015

2015 erhält das MPI CEC bereits zum zweiten Mal den Azubipreis der Max-Planck-Gesellschaft für das besonders innovative Ausbildungskonzept am Institut und die engagierten Ausbilder*innen.
Im gleichen Jahr konnte sich das Institut in einem hart umkämpften Prozess die Finanzierung für die Gründung einer neuen International Max Planck Research School sichern: Die IMPRS-RECHARGE.

2013 beginnt eine Architekten-Ausschreibung für die geplante Erweiterung des Instituts. Darüber hinaus wird eine Versuchs-Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Instituts eingerichtet.

2008-2012

2012 fällt mit der feierlichen Bekanntgabe des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft auf der Jahresversammlung der MPG der Startschuss für die exzellente Forschungsarbeit des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion.

Nach der Emeritierung von Prof. Wieghardt im August 2010 folgt im Juli 2011 zunächst Prof. Frank Neese der Berufung zum Direktor des MPI für bioanorganische Chemie sowie zum Wissenschaftlichen Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft. Im Oktober folgt ihm Prof. Robert Schlögl als Kommissarischer Leiter des MPI für Bioanorganische Chemie.

2008 sind es bereits 50 Jahre Forschung an der Stiftstraße. 

2000-2006

Im Jahr 2000 wird Prof. Dr. Wolfgang Lubitz zum neuen Direktor an das Institut berufen sowie in den Kreis der Wissenschaftlichen Mitglieder der Max-Planck-Gesellschaft aufgenommen. Sein Forschungsschwerpunkt liegt bei der biophysikalischen Chemie und der Spektroskopie von Metallproteinen. 

Drei Jahre später, 2003, wird das Institut erneut neuausgerichtet und umbenannt in Max-Planck-Institut für bioanorganische Chemie.

2006 wird die Ernst-Haage-Stiftung ins Leben gerufen. Die Stiftung zeichnet jedes Jahr herausragende Leistungen von Nachwuchswissenschaftler*innen mit dem Ernst Haage-Preis für Chemie aus.

1981-1995

Im Mai 1981 wird aus dem Institut für Strahlenchemie im Max-Planck-Institut für Kohlenforschung das eigenständige Max-Planck-Institut für Strahlenchemie.

1983 wird zum 25. Jubiläum der Forschungseinrichtung und mit zukunftsweisendem Blick auf die Energiewende am Institut eine Anlage zur Energierückgewinnung aus der Abluft installiert und in Betrieb genommen.

1994 wird Prof. Dr. Karl Wieghardt Direktor des Instituts und zum Wissenschaftlichen Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft berufen.

1995 wird die jährliche Festvorlesung "Frontiers in Biological Chemistry" eingerichtet.

1970-1976

Im Jahr 1970 wird Prof. Dr. Dietrich Schulte-Frohlinde zum Wissenschaftlichen Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und zum Geschäftsführenden Direktor der Abteilung berufen. Zusätzlich folgt Prof. Polansky dem Ruf als Direktor. 

1973 wird die Abteilung umorganisiert und umbenannt in "Institut für Strahlenchemie im Max-Planck-Institut für Kohlenforschung". 1976 folgt Prof. Dr. Kurt Schaffner als Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und Direktor des Instituts.

1957-1968

1957 wird Prof. Dr. Günther O. Schenck zum Gründungsdirektor der Selbständigen Abteilung für Strahlenchemie des MPI für Kohlenforschung berufen sowie zum Wissenschaftlichen Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft.

Ein Jahr später 1958 wird die selbständige Abteilung für Strahlenchemie des MPI für Kohlenforschung gegründet.

1963 fällt der Spatenstich für den Bau des Institutsgebäudes, der sogenannte "Sonderbau", der nach zwei Jahren Bauzeit 1965 feierlich eingeweiht wird.

1968 wird Prof. Schenck wegen einer schweren Erkrankung als Direktor freigestellt. Prof. G. Wilke, stellvertretender Direktor des MPI für Kohlenforschung, übernimmt kommissarisch die Amtsgeschäfte.
Die Max-Planck-Gesellschaft ernennt schließlich Prof. Dr. Oskar E. Polansky zum Auswärtigen Wissenschaftlichen Mitglied der Gesellschaft. Er forscht in der Selbstständigen Abteilung für Strahlenchemie als Gruppenleiter auf dem Gebiet der organischen Photochemie und der theoretischen Chemie.