Rohstoffe aus Abgasen erzeugen

Laboreinweihung Carbon2Chem®

v.l.n.r.: Ralf Güldenzopf (Stadt Oberhausen), Dr. Markus Oles (thyssenkrupp AG, Projektkoordination), Dr. Holger Ruland ((Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion), MinDir Volker Rieke (Bundesministerium für Bildung und Forschung), Prof. Görge Deerberg (Fraunhofer UMSICHT, Projektkoordination), Dr. Raoul Klingner (Fraunhofer Gesellschaft), Prof. Eckhard Weidner (Fraunhofer UMSICHT, Institutsleitung) © Fraunhofer UMSICHT/B. Seidel

Seit drei Jahren arbeiten 17 Partner aus Wissenschaft und Industrie am Verbundprojekt Carbon2Chem®. Gemeinsam erarbeiten sie eine Technologie, die rund 20 Millionen Tonnen des jährlichen CO2-Ausstoßes der deutschen Stahlbranche wirtschaftlich nutzbar machen kann.

Ein für das Projekt zugeschnittenes Labor wurde nun in Oberhausen eingeweiht. Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion und des Fraunhofer UMSICHT Instituts arbeiten hier gemeinsam daran, Hüttengase aus der Stahlproduktion als Rohstoff für die chemische Industrie zu erschließen. Um aus CO2 Methanol oder höhere Alkohole zu produzieren, werden im Labor spezielle Verfahren zur Gasreinigung genutzt.

Die Ergebnisse werden später für Versuche mit realen Hüttengasen im Carbon2Chem®-Technikum in Duisburg angewendet. Dort gelang es vergangenes Jahr erstmals, Methanol und Ammoniak unter industriellen Realbedingungen aus Hüttengasen zu erzeugen.

Weitere Informationen zur Laboreinweihung und zum Projekt enthält die Pressemitteilung des Fraunhofer UMSICHT Instituts. Eine kompakte Zusammenfassung ist auch in der Mediathek des WDR zu hören.